Hier finden Sie die aktuellen Informationen über die Arbeit vom Verband deutscher Museums- und Touristikbahnen e. V. (VDMT) und die Pressemitteilungen des Verbandes. Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen können uneingeschränkt verbreitet werden.

Partner und Mitglieder des Verbandes benutzen bitte die erweiterten Auswahlmöglichkeiten im internen Bereich der VDMT-Website.

 

 

Guenther 10.5.2017

 

 

(Die Beisetzung von Günther Steinhauer findet statt am Freitag, 25. August, 11.15 Uhr, auf dem ev. Friedhof Rheydt, Nordstr. 140, 41236 Mönchengladbach.)

 

 

Am 21. Juli 2017 verstarb der Vorsitzende des VDMT, Günther Steinhauer (64), nach kurzer schwerer Krankheit. Mit ihm verliert die Museumsbahnszene einen ihrer bedeutendsten Vertreter.

Sein technisches und betriebliches Fachwissen über alle Spurweiten hinweg war ungewöhnlich und in Eisenbahnerkreisen anerkannt. Von den meisten Museumseisenbahnern unterschied ihn jedoch sein anhaltendes Engagement über seine Selfkantbahn hinaus für die Museumsbahnszene in Deutschland. Sein ganzes Museumsbahnerleben lang hat er einen Beitrag für alle geleistet. Stand er der Gründung eines eigenen Museumsbahnverbandes anfangs skeptisch gegenüber, hat er dann auf Grundlage besserer Erkenntnis die Gründung des VDMT unterstützt und anschließend viele Jahre den Arbeitskreis Fahrzeugtechnik im Verband geleitet. Seit 1999 war er stellvertretender Vorsitzender des Verbandes und seit 2012 diente er ihm als Vorsitzender.

Darin charakterisiert sich auch ein Wesenszug seiner Person, die sich kaum vom Enthusiasmus der Eisenbahnfreunde anstecken ließ, sondern stets einen kritisch konstruktiven Blick auf die Sache richtete und aus dem, was er sah, sich stets auch eine bessere Meinung bilden konnte. Dabei war ihm auch die Beachtung kleinster Details stets wichtig. In meiner Zeit als VDMT-Vorsitzender war mir seine Sicht auf die Dinge stets wichtig, um daran zu messen, ob wir mit unseren Vorhaben wohl auf dem richtigen Weg sind.

Grundlage für sein Engagement war seine Liebe zur Museumseisenbahn, die ihm Berufung und bei seiner Selfkantbahn auch Beruf und Lebenswerk war. Seit Anfang der siebziger Jahre, also fast noch ein Museumseisenbahner der ersten Stunde, hat er sich für diese kleine Bahn im äußersten Westen Deutschlands engagiert und schließlich als einer der wenigen professionellen Museumseisenbahner dort auch sein ganzes Berufsleben verbracht. Es ist nicht zum geringen Teil Günther Steinhauer zu verdanken, dass es sich bei der Selfkantbahn heute um einen der modernsten Museumsbahnbetriebe in unserem Land handelt. Wobei modern sich auf das Unternehmen bezieht, durch welches Eisenbahngeschichte und eine hochwertige Sammlung an Fahrzeugen vermittelt wird.

Dass er bei aller Leidenschaft für die historische Eisenbahn nicht in deren Vergangenheit gelebt hat, sondern sich als VDMT-Vorsitzender auch mit der Frage nach der Zukunft der Museumsbahnen in der Gesellschaft beschäftigte, zeigte sich zuletzt am 1. Juni bei einem Runden Tisch anlässlich der Jubiläumsveranstaltung der Museums-Eisenbahn Minden „40 Jahre MEM und wie weiter?“. Er sah die Museumsbahnen nach 50 Jahren vor der Herausforderung, das sich fast ausschließlich auf ehrenamtliche Arbeit stützende Modell dem gesellschaftlichen Wandel anzupassen. Dem Rückgang an freiwilliger Mitarbeit steht ein zunehmend komplexeres rechtliches Umfeld gegenüber, das immer mehr Arbeit für nicht eisenbahnerische Tätigkeiten absorbiert, für die Ehrenamtliche kaum zu motivieren sind. Als Lösung sah er hier eine teilweise Semi- oder Vollprofessionalisierung der Bahnen. Ob er damit richtig lag, wird er nun leider nicht mehr erleben.

Mit Anerkennung und Dankbarkeit verabschieden sich der Vorstand und die Kollegen des VDMT von Günther Steinhauer. Viele verlieren mit ihm auch einen Freund. Sein Andenken lebt in den Museumsbahnen und den vielen, die von ihm persönliche Unterstützung erfahren durften, fort.

 

Heimo Echensperger

 

 

Buerokratie 320(Aus den Erlanger Nachrichten vom 29.6.2017)

Was haben die fränkischen Störche mit den Lokomotiven im Bahnpark Augsburg gemeinsam? Das Wappentier der Eisenbahn ist doch der Adler! Die Sache ist aber kompliziert. Deshalb die Einführung mit den Ringen an den Storchenbeinen. Jetzt aber erst einmal die sehr unerfreuliche Pressemeldung aus Augsburg:

Zur diesjährigen Tagung der „Arbeitsgemeinschaft Historischer Nahverkehr“ hatten im April 2017 gleich eine Reihe brandenburgischer Vereine eingeladen. Über 100 Teilnehmer aus Italien, Schweiz, Österreich, den Niederlanden, England, Dänemark, Norwegen und Deutschland sind der gemeinschaftlichen Einladung gefolgt. Begonnen wurde beim Verein „Historische Straßenbahn Potsdam e. V.“, weiter ging es zu den „Freunden der Brandenburger Straßenbahn e. V.“ und schließlich zur „Historischen Straßenbahn Frankfurt (Oder) e. V.“. Den Abschluss bildete ein Besuch beim „Förderverein Schöneicher Rüdersdorfer Straßenbahn Tram 88 e. V.“.

stoomtrein dendermonde puursAktuelle Informationen, Exkursionen und die jährliche Mitgliederversammlung von FEDECRAIL erwartete wie gewohnt in der ersten Maihälfte die mehr als 100 Teilnehmer der Konferenz „Belgien 2017“ in Antwerpen. Damit war der europäische Dachverband der Museums- und Touristikbahnen nach mehr als zwei Jahrzehnten mit seiner Jahrestagung in das Land seiner Gründung zurückgekehrt: 1994 fand in Brüssel die erste Konferenz statt.

Fotos: Ingrid Schütte

Mit Führungen durch das Museum Industriekultur Osnabrück und einer Feldbahn-Fahrt bei Sonnenschein begann der Samstag für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der 72. Museumsbahnertagung des VDMT, die in diesem Frühjahr die Osnabrücker Dampflokfreunde (ODF) ausrichteten. Inmitten der eindrucksvollen Industrielandschaft Piesberg hat der Verein sein Domizil.

Foto: Ingrid Schütte

Der 11. FEDECRAIL Jugendaustausch findet vom 28. Juli bis 6. August 2017 an zwei Standorten in Norditalien statt. Gastgeber sind die Mitgliedsorganisationen des italienischen

Die Unternehmen der Dörken-Gruppe mit Sitz im westfälischen Herdecke sind heute als führender Hersteller von Farben und insbesondere Baufolien bekannt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Dörken jedoch ein bedeutender Lieferant für die Waggonindustrie und die Deutsche Reichsbahn, und zwar wurden neben schnelltrocknenden Waggonfarben

Der „Eisenbahn Kurier“ ist unser Verbandsorgan. Der Verlag bietet den VDMT-Mitgliedern Vergünstigungen im Abo der Zeitschrift "Eisenbahn Kurier" und bei Bestellungen anderer Produkte an. Der Vorgang ist einfach: Der VDMT-Mitgliedsverein gibt unter Angabe seiner VDMT-Mitgliedsnummer beim Eisenbahn-Kurier eine Sammelbestellung auf, bei der individuelle Lieferanschriften berücksichtigt werden können.

Die Einhaltung der technischen Vorgaben der Regelung B 011 zum Sanden – gültig seit dem 1. März 2016 – stellt bei Bestandsfahrzeugen eine Herausforderung dar, weil die alten ungeregelten Sandtreppen einen Nenndurchsatz von 1,6 kg/30 s bei 8 bar Hauptluftbehälterdruck hatten, während nach der B 011 zum Erreichen von 2 Punkten im Auswahl-Pflichtbereich „Sandausbringungsmengen pro Sandstreuanlage“ (400 + 100) g/30 s gefordert sind.


Zum ersten Mal in seiner mehr als 20-jährigen Geschichte ist der VDMT zu einer Museumsbahnertagung über die Grenze hinaus ins Nachbarland gegangen: Die  Herbsttagung 2016 fand Ende Oktober bei der niederländischen „Stichting Museum Buurtspoorweg“ (MBS) in Bad Boekelo statt. Damit war der deutsche Verband nicht nur bei einer der ältesten Museumsbahnen in den Niederlanden zu Gast, sondern befand sich zugleich auch mitten in einer grenzüberschreitenden Tourismusregion der Industriekultur. Der Ort war also gut gewählt, um eine gelungene Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg zu demonstrieren.  

Die Europäische Föderation der Museums- und Touristikbahnen (FEDECRAIL) organisiert seit 2007 jährlich ein internationales Camp für jugendliche Museumseisenbahner. In diesem Jahr wurde in Kooperation mit dem VDMT das Treffen zum zweiten Mal in Deutschland veranstaltet; bereits 2009 hatten sich Jungen und Mädchen zwischen 16 und 25 Jahren hier getroffen. Gastgeber waren diesmal das Deutsche Dampflokomotiv Museum (DDM) in Neuenmarkt-Wirsberg und die Dampfbahn Fränkische Schweiz e. V. (DFS) in Ebermannstadt.