Hier finden Sie die aktuellen Informationen über die Arbeit vom Verband deutscher Museums- und Touristikbahnen e. V. (VDMT) und die Pressemitteilungen des Verbandes. Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen können uneingeschränkt verbreitet werden.

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Wir trauern um unseren Freund und Vorsitzenden Günther Steinhauer, der am Freitag, dem 21. Juli 2017, nach schwerer Krankheit von uns gegangen ist.

Die Vorstandskollegin und -kollegen.

Buerokratie 320(Aus den Erlanger Nachrichten vom 29.6.2017)

Was haben die fränkischen Störche mit den Lokomotiven im Bahnpark Augsburg gemeinsam? Das Wappentier der Eisenbahn ist doch der Adler! Die Sache ist aber kompliziert. Deshalb die Einführung mit den Ringen an den Storchenbeinen. Jetzt aber erst einmal die sehr unerfreuliche Pressemeldung aus Augsburg:

 

Der Museumsbetrieb im Bahnpark Augsburg ruht bis auf weiteres. Betreiber und Behörden suchen nach einer Perspektive zur Wiedereröffnung der historischen Anlage, die als eines der größten Industriedenkmäler Bayerns gilt und darüber hinaus zur Europäischen Route der Industriekultur zählt.
Der Museumsbetrieb im Bahnpark Augsburg ruht behördlich verordnet nach wie vor. Vor diesem Hintergrund wurde nun in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Museums- und Touristikbahnen VDMT ein juristisches Gutachten erstellt, das helfen soll, die behördlichen Zuständigkeiten für deutsche Eisenbahnmuseen am Beispiel des Bahnpark Augsburg zu klären. Prof. Dr. Urs Kramer, Fachmann für Eisenbahnrecht am Lehrstuhl für Öffentliches Recht der Universität Passau, hat die Rechtsgrundlagen und Zuständigkeiten der Kommunen und der Landeseisenbahnaufsichtsbehörden dargelegt.
Das Gutachten soll für mehr Rechtssicherheit bei Eisenbahnmuseen in ganz Deutschland sorgen, die teilweise bereits seit Jahrzehnten ihren Museumsbetrieb auf gewidmeten "Flächen für Eisenbahnbetriebszwecke" durchführen. Auf der Grundlage des Gutachtens von Prof. Dr. Urs Kramer versucht der Bahnpark Augsburg nun im Einvernehmen mit den beteiligten Behörden, eine Perspektive für die Wiedereröffnung des historischen Geländes zu schaffen; ein genauer Zeitpunkt hierfür kann derzeit noch nicht genannt werden.
Vorerst müssen weitere Veranstaltungen im Bahnpark Augsburg abgesagt werden. Dazu gehören zunächst die sonntäglichen Museumstage, die für Juli und August geplanten „Dampftage“ sowie die Fahrten der Ammersee-Dampfbahn in der Richtung von Utting in den Bahnpark Augsburg und zurück, der „Tag des offenen Denkmals“ am 10. September 2017, die für Oktober geplanten Rundfahrten auf der Augsburger Localbahn sowie – ebenfalls im Oktober – die geplanten Ausflugsfahrten mit dem historischen Schienenbus VT 98 nach Füssen.
Durchgeführt werden hingegen die Museumszüge der Ammersee-Dampfbahn, die jeweils sonntags vom 16. Juli bis zum 13. August 2017 von Augsburg nach Utting und zurück verkehren. Auch die Dampflok-Dinner von August bis Oktober können voraussichtlich durchgeführt werden (Pressemeldung Bahnpark Augsburg, 17.07.17).

 

Und hier die in der Pressemeldung erwähnte Gutachterliche Stellungnahme zu Zuständigkeitsfragen im Kontext des „Bahnpark“ Augsburg. Sechs informative Seiten. Das ist erst nach sorgfältigem Studium zu verinnerlichen. Wer nicht voll einsteigen will, dem sei hier die Zusammenfassung wiedergegeben:

VI. Zusammenfassung

Im Ergebnis ist damit festzuhalten, dass es für das Vorgehen der Stadt Augsburg gegen die Museums-Aktivitäten im „Bahnpark“ Augsburg wegen der fortbestehenden Planfeststellung und Widmung von dessen Grundstücken und Anlagen für Bahnbetriebszwecke an der Zuständigkeit dieser (Sicherheits- bzw. Bauaufsichts-)Behörde fehlt, was auch die vergleichbare Situation der anderen bayerischen und deutschen Eisenbahnmuseen auf alten Bahnanlagen bestätigt. Eine solche Regelung wie hier könnte allenfalls die Regierung von Oberbayern als zuständige Eisenbahnaufsichtsbehörde treffen. Dazu müsste sie inhaltlich aber das Bestehen einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit durch die betroffenen Veranstaltungen insbesondere im Hinblick auf § 62 EBO dartun, woran es bisher jedoch völlig fehlt.

 

Behördenstreit um Eisenbahnmuseen in Deutschland eskaliert:
Welches Museum braucht welche Genehmigung von welcher Behörde?

Am Beispiel des Bahnpark Augsburg hat sich ein skurriler Behördenstreit entzündet, der fatale Auswirkungen auf viele Eisenbahnmuseen in ganz Deutschland haben könnte. Der Hintergrund: In Augsburg hat das städtische Ordnungsamt den seit vielen Jahren stattfindenden Museumbetrieb im Bahnpark untersagt und fordert eine Genehmigung zur Nutzungsänderung als Museum. Seit November 2016 schieben nun städtische Behörden und die bayerische Landeseisenbahnaufsicht Zuständigkeiten und Kompetenzen hin und her. Zwei Bauanträge, ein Planfeststellungsverfahren, ein „Antrag auf vorübergehende Nutzung von Räumlichkeiten“ und ein „Antrag auf Genehmigung von Veranstaltungen“ konnten nicht verhindern, dass der Museumsbetrieb nach wie vor ruht.

Nahezu alle Eisenbahnmuseen in Deutschland entstanden in ehemaligen Bahnbetriebswerken der Deutschen Bundesbahn und befinden sich noch heute in rechtlicher Hinsicht auf „Flächen für Eisenbahnbetriebszwecke“, wo nach Ansicht zahlreicher Juristen die Bauordnungsämter und Ordnungsämter der jeweiligen Kommunen den Museumsbetrieb weder genehmigen noch verbieten können oder müssen. Zuständig seien vielmehr die jeweiligen Eisenbahnaufsichtsbehörden der Länder. Eine besondere Genehmigung als Eisenbahnmuseum auf Eisenbahnbetriebsfläche sei nicht notwendig.

Falls sich im Fall Bahnpark jedoch tatsächlich die Rechtsauffassung des Augsburger Ordnungsamtes durchsetzen sollte, hätte dies möglicherweise gravierende Auswirkungen auf viele andere Eisenbahnmuseen in Deutschland, die dann für ihren Museumsbetrieb ebenfalls eine Genehmigung durch die Kommune bräuchten. Wie viele Eisenbahnmuseen in ganz Deutschland davon betroffen wären, lässt sich derzeit nicht abschätzen.

 

Zur diesjährigen Tagung der „Arbeitsgemeinschaft Historischer Nahverkehr“ hatten im April 2017 gleich eine Reihe brandenburgischer Vereine eingeladen. Über 100 Teilnehmer aus Italien, Schweiz, Österreich, den Niederlanden, England, Dänemark, Norwegen und Deutschland sind der gemeinschaftlichen Einladung gefolgt. Begonnen wurde beim Verein „Historische Straßenbahn Potsdam e. V.“, weiter ging es zu den „Freunden der Brandenburger Straßenbahn e. V.“ und schließlich zur „Historischen Straßenbahn Frankfurt (Oder) e. V.“. Den Abschluss bildete ein Besuch beim „Förderverein Schöneicher Rüdersdorfer Straßenbahn Tram 88 e. V.“.

stoomtrein dendermonde puursAktuelle Informationen, Exkursionen und die jährliche Mitgliederversammlung von FEDECRAIL erwartete wie gewohnt in der ersten Maihälfte die mehr als 100 Teilnehmer der Konferenz „Belgien 2017“ in Antwerpen. Damit war der europäische Dachverband der Museums- und Touristikbahnen nach mehr als zwei Jahrzehnten mit seiner Jahrestagung in das Land seiner Gründung zurückgekehrt: 1994 fand in Brüssel die erste Konferenz statt.

Fotos: Ingrid Schütte

Mit Führungen durch das Museum Industriekultur Osnabrück und einer Feldbahn-Fahrt bei Sonnenschein begann der Samstag für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der 72. Museumsbahnertagung des VDMT, die in diesem Frühjahr die Osnabrücker Dampflokfreunde (ODF) ausrichteten. Inmitten der eindrucksvollen Industrielandschaft Piesberg hat der Verein sein Domizil.

Foto: Ingrid Schütte

Der 11. FEDECRAIL Jugendaustausch findet vom 28. Juli bis 6. August 2017 an zwei Standorten in Norditalien statt. Gastgeber sind die Mitgliedsorganisationen des italienischen

Die Unternehmen der Dörken-Gruppe mit Sitz im westfälischen Herdecke sind heute als führender Hersteller von Farben und insbesondere Baufolien bekannt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Dörken jedoch ein bedeutender Lieferant für die Waggonindustrie und die Deutsche Reichsbahn, und zwar wurden neben schnelltrocknenden Waggonfarben

Der „Eisenbahn Kurier“ ist unser Verbandsorgan. Der Verlag bietet den VDMT-Mitgliedern Vergünstigungen im Abo der Zeitschrift "Eisenbahn Kurier" und bei Bestellungen anderer Produkte an. Der Vorgang ist einfach: Der VDMT-Mitgliedsverein gibt unter Angabe seiner VDMT-Mitgliedsnummer beim Eisenbahn-Kurier eine Sammelbestellung auf, bei der individuelle Lieferanschriften berücksichtigt werden können.

Die Einhaltung der technischen Vorgaben der Regelung B 011 zum Sanden – gültig seit dem 1. März 2016 – stellt bei Bestandsfahrzeugen eine Herausforderung dar, weil die alten ungeregelten Sandtreppen einen Nenndurchsatz von 1,6 kg/30 s bei 8 bar Hauptluftbehälterdruck hatten, während nach der B 011 zum Erreichen von 2 Punkten im Auswahl-Pflichtbereich „Sandausbringungsmengen pro Sandstreuanlage“ (400 + 100) g/30 s gefordert sind.


Zum ersten Mal in seiner mehr als 20-jährigen Geschichte ist der VDMT zu einer Museumsbahnertagung über die Grenze hinaus ins Nachbarland gegangen: Die  Herbsttagung 2016 fand Ende Oktober bei der niederländischen „Stichting Museum Buurtspoorweg“ (MBS) in Bad Boekelo statt. Damit war der deutsche Verband nicht nur bei einer der ältesten Museumsbahnen in den Niederlanden zu Gast, sondern befand sich zugleich auch mitten in einer grenzüberschreitenden Tourismusregion der Industriekultur. Der Ort war also gut gewählt, um eine gelungene Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg zu demonstrieren.  

Die Europäische Föderation der Museums- und Touristikbahnen (FEDECRAIL) organisiert seit 2007 jährlich ein internationales Camp für jugendliche Museumseisenbahner. In diesem Jahr wurde in Kooperation mit dem VDMT das Treffen zum zweiten Mal in Deutschland veranstaltet; bereits 2009 hatten sich Jungen und Mädchen zwischen 16 und 25 Jahren hier getroffen. Gastgeber waren diesmal das Deutsche Dampflokomotiv Museum (DDM) in Neuenmarkt-Wirsberg und die Dampfbahn Fränkische Schweiz e. V. (DFS) in Ebermannstadt.