Hier finden Sie die aktuellen Informationen über die Arbeit vom Verband deutscher Museums- und Touristikbahnen e. V. (VDMT) und die Pressemitteilungen des Verbandes. Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen können uneingeschränkt verbreitet werden.

Partner und Mitglieder des Verbandes benutzen bitte die erweiterten Auswahlmöglichkeiten im internen Bereich der VDMT-Website.

Seit Kurzem steht für alle Museumsbahnen und Veranstalter von Sonderfahrten unter dem Namen „Fahrkartendrucker.de“ ein individuell einsetzbares Internet-Buchungssystem zur Verfügung. Nach einer ausgiebigen Testphase wurde dieses speziell den unterschiedlichen Anforderungen von Museumsbahnen angepasst.

Zur Nachahmung empfohlen: Die traditionell am zweiten Augustwochenende begangenen „Tage des Eisenbahnfreundes“ bei der Selfkantbahn wurden in diesem Jahr zum 40. Jahrestag der Aufnahme des Museumsbahnbetriebes mit Dampftraktion in Zusammenarbeit mit der Philatelie der Deutschen Post AG präsentiert.

Nachdem die Beschaffung der klassischen schwarzen Arbeitskleidung für Eisenbahner - auch Waschzeug genannt - im traditionellen Schnitt längere Zeit nicht möglich war, konnte nunmehr ein Hersteller gefunden werden, der sie wieder fertigt. Die zur Fertigung erforderliche Mindestanzahl konnte gegenüber früher deutlich reduziert werden, so daß auch der Zeitraum bis zur Auslieferung bedeutend kürzer werden soll.

Alle Informationen über diese Arbeitskleidung, Auszüge aus Vorschriften hierzu sowie ein Bestellformular finden Sie hier.

Neue Wege beschreitet das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen: Die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) hat das dortige Vermögen in die neu gegründete „Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum“ eingebracht, um gemeinsam mit der Stadt als Stiftungspartner den Bestand des Museums auf Dauer zu sichern und das Museum auf ein modernes Niveau zu bringen. In Kürze soll der Regionalverband Ruhr noch als weiterer Partner mit ins Boot genommen werden. Die Stiftungsurkunde wurde am 14. Juli dieses Jahres von DGEG-Präsident Günter Krause und Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz unterzeichnet.

E-FAITH, der europäische Verband der Vereine zum Erhalt des industriellen und technischen Erbes (European Federation of Associations of Industrial and Technical Heritage), organisiert vom 14. bis 16. Oktober 2011 das fünfte Europäische Wochenende für Freiwillige und Vereine aus verschiedenen Ländern. Das offene Treffen findet diesmal in Tilburg in den Niederlanden statt. Themen u.a. das Europäisches Jahr des Industriellen und Technischen Erbes, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Partnerschaften zwischen Vereinen, Austausch von Erfahrungen und Ideen für gemeinsame europäischen Projekte.

Während des Treffens Führungen durch das Audax Textil Museum, die ehemalige Eisenbahn-Reparaturwerkstätten etc. möglich. Informationen unter www.e-faith.org.

10 000 Euro beträgt der Preis, den in jedem Jahr Europa Nostra und die Europäische Union für die besten Leistungen auf dem Gebiet der Erhaltung unseres kulturellen Erbes ausloben. Ausgezeichnet werden Leistungen in den folgenden Kategorien: 1. Erhaltung, 2. Studien und wissenschaftliche Arbeiten, 3. Herausragende Leistungen von Einzelpersonen oder Organisationen und 4. Bildung, Ausbildung und Bewusstseinsbildung. Europa Nostra ist der europäische Verbund nicht-staatlicher Denkmalschutzorganisationen mit Sitz in den Haag, der sich für günstige Rahmenbedingungen für den Denkmalschutz auf europäischer Ebene einsetzt. Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober 2011, Bewerbungsunterlagen für den Europa Nostra Award 2012 sind als Download zu finden.

Rund 95 Mitglieder zählt der VDMT derzeit, und die weit überwiegende Mehrzahl unter ihnen sind natürlich Betreiber von Museumsbahnen in Deutschland. Doch haben neben Anbietern touristischer Züge, neben Werkstätten und Ingenieuren aus der Branche auch fünf Mitglieder außerhalb der deutschen Grenzen den Weg in den Verband gefunden, was auf den ersten Blick überraschen mag.

In den letzten Wochen hat sich gezeigt, dass eine ganze Reihe von VDMT-Mitgliedern sich sehr ernst mit Fragen zur Zukunft der eigenen Museumsbahn bzw. des eigenen Eisenbahnmuseums auseinandersetzt und dass jene dabei auch zum Gegenstand der Betrachtung von außen geworden sind. Zur Zeit werden insbesondere die Einschränkungen an Fördermitteln (in Sachsen Ausgleichszahlungen aus dem Regionalisierungsgesetz) und die Auswirkungen aus dem EU-Regelwerk (TSI, Tf-Führerschein, SMS, SiBe) bzw. aus dem Unfall bei Hordorf als Risiken für das Fahren auf DB- und NE-Strecken empfunden. Daneben gelten auch Nachfragerückgänge und sinkende Attraktivität des Ehrenamtes als längerfristige Risiken für den Fortbestand der z. T. unter VDMT-Mitgliedern vorhandenen sehr umfangreichen Sammlungen.

Die Jahrestagung des europäischen Dachverbandes der Museums- und Touristikbahnen FEDECRAIL fand 2011 nach zehn Jahren wieder in Deutschland statt. Im April trafen sich rund 140 Mitglieder, Freunde und Gäste der Föderation in Dresden, um an dem mehrtägigen Konferenz- und anschließendem Exkursionsprogramm in Sachsen und bis ins Nachbarland Polen teilzunehmen.

Die Museumsbahn Bremerhaven-Bederkesa e.V. richtete in diesem Jahr die 60. bundesweite Museumsbahntagung aus. Wilfried Habenicht, Ehrenvorsitzender des Vereins, begrüßte die Gäste erfreut einmal im Norden der Republik. Er blickte dabei auf die vergangenen zwei Jahrzehnte des Vereins zurück und überbrachte die Grüße des Ministerpräsidenten David McAllister, der in Bad Bederkesa zu Hause ist. Auch Vorsitzender Rolf Thien hieß die Versammlung willkommen, bevor Werner Marquardt als Pressesprecher des BDEF das Grußwort für den befreundeten Verband darbrachte.

Ein gutes Beispiel dafür, den musealen Anspruch einer Museumsbahn zu realisieren, zeigt sich bei der Museumseisenbahn Minden (MEM). Seit 60 Jahren findet bundesweit die „Woche der Brüderlichkeit“ statt, ausgerichtet von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. 2011 ist Minden der zentrale Eröffnungsort, und im Rahmen des Beiprogramms wurde vom 2. bis 25. März in den Räumen des historischen Bahnhofs Minden-Oberstadt von MEM die von der DB AG zusammengestellte Ausstellung „Sonderzüge in den Tod - Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn“ gezeigt. Zur Veranschaulichung der Inhalte hat der MEM-G 10, der am Güterboden stand, wesentlich beigetragen. Er war nicht nur für Schulklassen, sondern auch für Erwachsene unverzichtbar.